(8) Von Nürnberg nach Finow

Wiki sagt: „Der Biberschwanz ist ein flacher, an der Unterkante oft halbrund geformter Dachziegel. Seine Form erinnert insofern an den Schwanz (waidm.: die Kelle) des namensgebenden Tieres, als er in einer Rundung endet und in der Mitte durch einen leicht erhobenen Strich längs halbiert ist. Nahe der oberen Kante besitzt der Biberschwanz einen Vorsprung (die Nase), mit dem er an der Dachlatte eingehängt wird. (…)“

Der Biberschwanz, so nimmt man an, entstand wahrscheinlich in den Nürnberger Lehmgruben des 14.Jahrhunderts. Jetzt liegt er wieder auf unserem Dach am Finowkanal.

Ende September, strahlender Sonnenschein – auf dem Weg nach Boitzenburg in der Uckermark ein kurzer Stop am Finowkanal. Die Zimmerleute sind fast fertig, der Dachstuhl sieht wieder nach Dachstuhl aus. Das Dach ist inzwischen zur Hälfte eingedeckt, die Gauben vorbereitet. Im Erdgeschoss werden Fußböden sichtbar. Es geht voran.

Wir sind übrigens die richtigen Bauleute: Zollstock und Laserpointer haben wir schon wieder vergessen. Bleibt also nichts anderes übrig, als noch ein bisschen am Kanal zu entspannen und den Herbst zu atmen.

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